Piratitätskrise

Der absolute Großteil der Piraten, die ich bisher kennengelernt habe, sind ganz normale Leute und – jedenfalls soweit ich das beurteilen kann – voll in Ordnung.

Da werden sinnvolle Gedanken gut begründet überlegt  und dabei der gesunde Menschenverstand nicht ignoriert.

Wohlgemerkt spreche ich hier von Piraten, die ich mehr oder weniger persönlich kenne. Das sind hauptsächlich welche aus dem Stammtisch Heilbronn, aus dem Bezirksverband Stuttgart, und aus dem Landesverband Baden-Württemberg – ich habe hier fast ausschließlich Menschen kennengelernt, die politisch vernünftig[tm](c) sind. Für die das Grundgesetz mit seinen Werten wie Menschenwürde, Gleichheit, Freiheit nicht nur theoretisch gut ist, sondern das grundsätzliche Prinzip verkörpert, nach dem man sich richten kann und muss, um in einer Gesellschaft zu leben, in der das Leben auch Spaß macht.

Man will grundsätzlich keine ideolotisch richtige Lösung für ein Problem finden, man will die beste Lösung für ein Problem finden. Man will eigentlich nur ein wenig die Welt verbessern und das möeglichst durch eine wissenschaftliche Vorgehensweise unter Ausschluss und Ächtung von Hass und Diskriminierung.

Und dann kommen ein paar Arschlöcher daher und wollen das alles kaputt machen. Seien es nun Leute, die meinen, mit unterschwelligen Fragen und Unterstellungen, den Holocaust in Frage stellen zu müssen, die ein Parteiforum inklusive sämtlicher Daten ohne großartige Abstimmung mit irgendjemandem auf einen privaten Server umziehen zu müssen (wobei ich hier definitiv noch Klärungsbedarf sehe, warum das überhaupt passieren konnte), oder sei es gar durch mindestens ein derzeitiges (Noch?)-Mitglied des Bundesvorstand, der sich anscheinend für den König der Piraten hält und der offenbar entweder den Knall nicht gehört oder (und ich drück fest die Daumen, dass ich hier bestätigt werde) ein U-Boot der Titanic-Redaktion ist.

Deshalb kann ich den Piraten, die derzeit schwer mit dem Gedanken spielen, aus der Partei auszutreten, nur zurufen: Hängt es bitte nicht an einzelnen Vollidioten auf, egal wie laut sie schreien. Die meisten von uns sind eigentlich ganz in Ordnung. Bringt euch ein, aber springt bitte nicht unbedacht über Bord – in den tiefen Gewässern ist es derzeit nach wie vor ungastlicher als im Boot. Ob ich die Situation nach dem Bundesparteitag allerdings noch genauso sehe, wird sich in Bingen zeigen.

Ahoi!