#InEinemPostingDieNachtragsAntraege – Flings Edition Teil 3
Am kommenden Wochenende ist Landesparteitag der Baden-Württemberger Piratenpartei. Neben der fälligen Vorstandswahl wird auch noch Gelegenheit sein, Programm- und Satzungsänderungsanträge zu behandeln.
Eigentlich hab ich ja keine Zeit, die Anträge durchzugehen. Ich machs aber trotzdem. Und da es ja nicht sooo viele Anträge sind, werd ich versuchen, zu allen mindestens einen kurzen Kommentar abzugeben. Eigentlich habe ich ja hier die Satzungsänderungsanträge und hier die Programm- und sonstigen Anträge schon behandelt. Da es aber keine Antragsfrist für die letzteren gibt, sind noch welche aufgetaucht, die ich hier nachtragen will.
Wie schon bei #JedenTagEinAntrag gilt: Ich übertreibe gern und meine Analysen können gelegentlich oberflächlich sein. Sollte ich bei dem einen oder anderen Beitrag irgendeinen grundsätzlichen Aspekt nicht bedacht oder gar erkannt haben, bitte ich um Rückmeldung. Außerdem behalte ich mir vor, völlig willkürlich jederzeit meine Meinung zu einzelnen Anträgen zu ändern.
Gegebenenfalls werde ich dieses Posting noch aktualisieren.
SA012 Positionspapier Schülerzahlen
Kurzzusammenfassung:
Wir lehnen es ab, wegen sinkender Schülerzahlen Schulen zusammenzulegen und Lehrerinnen zu entlassen. Die freien Kapazitäten sollen besser zur Verbesserung der Situation eingesetzt werden.
Mein Senf:
Meines Wissens sind derzeit von Schulschließungen und -zusammenlegungen hauptsächlich Haupt-/Werkrealschulen betroffen. Das mag durchaus auch daran liegen, dass die verbindliche Grundschulempfehlung inzwischen abgeschafft wurde und jeder Mathias Sébastien selbstverständlich fürs Gymnasium geeignet ist, wo kämen wir denn da auch hin, die doofen Grundschullehrerinnen haben doch nur die Begabung des Kindes nicht vollständig erkannt und überhaupt!
Deshalb denke ich, dass der Antrag irgendwie am Ziel vorbeigeht. Die hauptsächlich betroffenen Hauptschullehrerinnen haben nunmal eine völlig andere Ausbildung genossen als Gymnasiallehrerinnen. Hier jetzt einfach mit “Kapazitäten” zu rechnen, die man beliebig verschieben könne, verkennt die tatsächliche Situation.
Fazit: Dagegen.
SA013 Positionspapier Entlassungen Sommerferien
Kurzzusammenfassung:
Nicht verbeamtete Lehrkräfte werden in Baden-Württemberg oft zu Beginn der Sommerferien entlassen und im neuen Schuljahr dann wieder eingestellt. Das finden wir eher so mittel.
Mein Senf:
Diese Praxis ist eine Frechheit gegenüber den Lehrerinnen.
Fazit: Dafür.
#AnEinemTagVIELEAnträge – Flings Edition Teil 2
Am kommenden Wochenende ist Landesparteitag der Baden-Württemberger Piratenpartei. Neben der fälligen Vorstandswahl wird auch noch Gelegenheit sein, Programm- und Satzungsänderungsanträge zu behandeln.
Eigentlich hab ich ja keine Zeit, die Anträge durchzugehen. Ich machs aber trotzdem. Und da es ja nicht sooo viele Anträge sind, werd ich versuchen, zu allen mindestens einen kurzen Kommentar abzugeben. Nach den Satzungsänderungsanträgen gestern, kommen heute die Programm- und sonstigen Anträge dran.
Wie schon bei #JedenTagEinAntrag gilt: Ich übertreibe gern und meine Analysen können gelegentlich oberflächlich sein. Sollte ich bei dem einen oder anderen Beitrag irgendeinen grundsätzlichen Aspekt nicht bedacht oder gar erkannt haben, bitte ich um Rückmeldung. Außerdem behalte ich mir vor, völlig willkürlich jederzeit meine Meinung zu einzelnen Anträgen zu ändern.
Da es bei diesen Anträgen keine Einreichungsfrist gibt und ich auch nicht weiß, welche Anträge offiziell eingereicht sind und welche nicht, werde ich mich einstweilen auf die beschränken, die bereits im Antragsbuch erfasst sind. Ob ich die restlichen noch nachreiche, wird nicht unwesentlich von meiner freien Zeit und Muse abhängen.
PÄA001 Bedingte Unterstützung der Nationalparkpläne
Kurzzusammenfassung:
Die Piratenpartei soll unter gewissen Bedingungen die Pläne unterstützen, einen Teil des Nordschwarzwald zum Nationalpark zu machen.
Mein Senf:
Ich steck da leider nicht tief genug drin, um mir ein fundiertes Bild machen zu können. Aber wenn sich unter den Piratinnen in den betroffenen Kreisen eine 2/3-Mehrheit dafür ausspricht, dann werden sie schon einen guten Grund haben.
Fazit: Vermutlich dafür.
PÄA002 Datenbrief
Kurzzusammenfassung:
Die Piratenpartei soll die Forderung des CCC übernehmen, dass alle Unternehmen, Behörden und Institutionen die gespeicherten personenbezogenen Daten einmal im Jahr unaufgefordert an alle Betroffenen verschickt.
Mein Senf:
Formal-Foo: Von der Formulierung her ist das eher ein Sonstiger Antrag.
Gegenargumente finde ich hier wenige, außer, dass es vermutlich eher ein Bundes- als Landesthema ist.
Fazit: Dafür.
PÄA003 Unechte Teilortswahl abschaffen
Kurzzusammenfassung:
Eine ganz besondere Blüte des sowieso schon nicht unkomplexen Kommunalwahlrechts in Baden-Württemberg soll abgeschafft werden.
Mein Senf:
Ich hab jetzt eine ganze Weile gegooglet und gelesen und nicht wirklich verstanden, was der Vorteil der unechten Teilortswahl sein soll. Weg damit. Also mit der unechten Teilortswahl, nicht mit diesem Antrag.
Fazit: Dafür, wenn nicht noch gute Gegenargumente kommen.
PÄA 004 SMS Notruf und Warnmeldungen für Menschen mit Behinderung
Kurzzusammenfassung:
Notrufe sollen auch per SMS oder e-Mail abgesetzt werden können.
Mein Senf:
Ja.
Fazit: Dafür.
PÄA005 Kommunikation der Notfallpläne
Kurzzusammenfassung:
Die offenbar existierenden, aber geheimen Notfallpläne der Landesregierung[citation needed] im Falle von Katastrophenszenarien sollen komplett öffentlich gemacht werden.
Mein Senf:
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es nicht gerade zur Beruhigung der Bevölkerung beiragen würde, wenn zum Beispiel im Falle eines Kernkraftwerkunglücks ein kompletter Stadtteil von vorneherein für “verloren” erklärt wird. Andererseits, ohne solche Pläne komplett zu kennen, kann man auch nur schwer einschätzen, wie detailliert das alles tatsächlich ist. Insofern kann man das wohl schon fordern.
Fazit: Ja, von mir aus.
PÄA006 Position der Piratenpartei Baden-Württemberg zu Stuttgart 21
und
PÄA009 Positionspapier der Piratenpartei Baden-Württemberg zu Stuttgart 21
Link zu PÄA006 und Link zu PÄA009
Kurzzusammenfassung:
Die Piratenpartei reiht sich voll und ganz in die illustre Runde der S21-Gegnerinnen ein.
Mein Senf:
Ich nutze jetzt einfach mal die beiden Anträge, um allgemein ein paar Worte zu diesem Thema loszuwerden.
Einerseits: Selbstverständlich hätte die Person, die zum ersten Mal in größerem Rahmen das Projekt “Stuttgart 21″ vorgestellt hat, aus dem Raum gelacht werden müssen. Ich mein, ganz ehrlich… Einen Bahnhof verbuddeln und dabei um 90° drehen? Alte, wie verstrahlt ist das denn?
Aber andererseits: Es gab bereits einen Volksentscheid. Der ziemlich deutlich sowohl das Quorum, als auch die nötige Mehrheit verfehlt hat. Es WAR damals für jede halbwegs Interessiere klar, dass sowohl die Baukosten, als auch die behaupteten Ausstiegskosten nicht unbedingt komplett der Wahrheit entsprechen. Und auch der durch Formalfoo bedinge Stimmzettel mit “Ja => Nein zu S21″ wurde oft genug in Medien breitgetreten. Das war doch alles bekannt und das Volk hat sich trotzdem recht deutlich für S21 ausgesprochen.
Die Sache ist die: Bei jeder Gelegenheit mehr Bürgerbeteiligung und Volksentscheide fordern und dann beim einzigen konkreten Fall der jüngeren Vergangenheit das Ergebnis ignorieren bzw. so oft abstimmen lassen, bis einem das Resultat gefällt, das passt irgendwie nicht zusammen.
Wenn das Projekt S21 aus finanziellen oder sonstigen Gründen demnächst abgebrochen werden sollte, werd ich ihm keine Träne nachweinen. Aber mir persönlich reicht das nicht aus, einem der beiden Anträge zuzustimmen.
Fazit: Ich warte die Diskussion ab und neige derzeit zur Enthaltung.
PÄA007 Hochwasserschutz verwirklichen
Kurzzusammenfassung:
Der Hochwasserschutz am Oberrhein soll wiederhergestellt werden.
Mein Senf:
Wieder ein Thema, wo ich mangels Nähe nicht drinstecke. Ich kann aber spontan auch nix finden, was Alarmglocken losgehen lässt.
Fazit: Sorry, keine Ahnung. Ich tendiere, dafür zu stimmen.
PÄA008 Abschaltung und Rückbau AKW Philippsburg
Kurzzusammenfassung:
Die Piratenpartei fordert, das AKW Philippsburg komplett abzuschalten
Mein Senf:
No-Brainer. Selbstverständlich haben wir Grünen uns schon immer gegen Atomkraftwerk… Oh, sorry, da hab ich mich wohl vertan.
Aber im Ernst: Das kann man schon fordern, aber die Beschränkung auf Philippsburg scheint mir ein wenig seltsam zu sein. Ist ja nicht so, als gäb es in BaWü nicht noch ein anderes laufendes Kernkraftwerk. Das Thema wäre durchaus geeignet, die Grün-Rote Landesregierung vor sich herzutreiben, wenn man wollte. Aber ob diese halbherzige Ansatz dafür geeignet ist?
Fazit: Vermutlich schon eher dafür.
PÄA010 Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
Kurzzusammenfassung:
Einige Positionierungen zum Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk und zur GEZ
Mein Senf:
Puh, das ist ganz schön harter Stoff.
Im Wesentlichen soll die Rundfunkgebühr nicht mehr pauschal pro Wohnung fällig werden, sondern die Gebühr soll an die Einkommenssteuer und Körperschaftssteuer gekoppelt sein. Außerdem soll sie (wie wir auch schon im Landtagswahlprogramm fordern) vom Finanzamt eingezogen werden.
Begründet wird das unter anderem damit, dass die Ö-R von der Politik unabhängig sein sollen. Aha.
Außerdem soll Geld gespart werden und der an die Sender fließende Betrag irgendwann 1% der Einkommensteuer und Körperschaftssteuern erreichen. 2011 hatte die GEZ Einnahmen von 7.533.000.000 Euro. Der Antrag spricht davon, dass mit der 1%-Regelung dann Einnahmen von 1.780.000.000 zu erwarten wären (auch wenn ich die Zahlen nicht so ganz nachvollziehen kann). Das bedeutet also (wenn meine Milchmädchenrechnung stimmt) eine Reduzierung der Kosten des Ö-R-Rundfunks auf ca. 23% der derzeitigen Kosten. Das halte ich für einen eher ambitionierten Plan.
Fazit: Ich werde dagegen stimmen.
PÄA011 Sicherheit am Institut für Transurane
Kurzzusammenfassung:
“Wir fordern von Bund und Land die Durchsetzung moderner Sicherheitsstandards in kerntechnischen Anlagen.”
Mein Senf:
Wieder unser Kernthema (Jaja, ich werf ja schon einen Euro ins Wortspielschweinchen).
Fazit: Wenn nicht noch plausible Gegenargumente auftauchen: An mir solls nicht scheitern.
PÄA012 Bedingte Unterstützung der Nationalparkpläne mit Bürgerbeteiligung
Kurzzusammenfassung:
Analog zu PÄA001, nur soll hier noch ein wenig Bürgerbeteiligung eingebaut werden.
Mein Senf:
Was mir bei dem Antrag ein wenig quer liegt: Die Formulierung “Um eine breite Akzeptanz des Nationalparks in der Öffentlichkeit zu gewährleisten, fordern wir zudem eine Bürgerbeteiligung in Form eines Volksentscheids, alternativ einer Volksbefragung.” klingt für mich ein wenig arg danach, dass das positive Ergebnis gefälligst festzustehen hat.
Fazit: Diskussion abwarten.
PÄA013 Pflegekammern
Kurzzusammenfassung:
Wir fordern eine Pflegekammer mit Zwangsmitgliedschaft für alle Pflegerinnen
Mein Senf:
Schwierige Geschichte. Einerseits glaub ich den Antragstellern gerne, dass eine Pflegekammer sinnvolle Arbeit leisten könnte. Aber andererseits gefallen mir Zwangsmitgliedschaften grundsätzlich nicht (das könnte durchaus dran liegen, dass hier vor mir gerade ein Beitragsbescheid der IHK auf dem Schreibtisch liegt).
Fazit: Ich bin da wirklich sehr unentschlossen und werde mich wohl aufgrund der Diskussion entscheiden.
PÄA014 Wiederaufbereitungsanlage und Verglasungseinrichtung Karlsruhe
Kurzzusammenfassung:
Bei den im Titel genannten Einrichtungen kam es zu Unstimmigkeiten, so dass man dort mehr kontrollieren muss
Mein Senf:
Wir haben irgendwie nur recht wenig Anträge zur Kernkraft. Da ist noch Luft nach oben.
Fazit: Jaja, wird schon passen.
PÄA015 Wahlrechtsreform
Kurzzusammenfassung:
Wir fordern eine umfassende Reform des Landtagswahlrechts.
Mein Senf:
Endlich mal wieder ein Antrag, der durch einen einleitenden Absatz den grundsätzlichen formellen Anforderungen genügt
Allgemein halte ich das Wahlsystem, wie wir es gerade in BaWü haben, für nicht die schlechteste Idee. Parteien als Institution haben nämlich dadurch weniger Macht, da sie nicht über das sonst so beliebte Druckmittel “Landesliste” verfügen. Andererseits kann so durch Quoten oder ähnliche Mechanismen kein Einfluss auf die geschlechterausgeglichene Verteilung des Landtags genommen werden.
Die anderen vorgeschlagenen Module, wie die Verkleinerung des Landtags und Senkung/Abschaffung der 5%-Hürde, scheinen mir da schon sinnvoller zu sein.
Ach ja, das letzte Modul, das sich nicht um Landtags- sondern um Oberbürgermeisterinnenwahlen dreht, scheint mir thematisch irgendwie ein Fremdkörper zu sein
Fazit: Stellenweise dafür, stellenweise unentschlossen.
PÄA016 Unterstützung der Nationalparkpläne
Kurzzusammenfassung:
Der dritte Antrag zum Nationalpark im Nordschwarzwald, diesmal mit bedingungsloser Unterstützung der Pläne
Mein Senf:
Nach wie vor keine fundierte Meinung zu dem Thema. Ich finde es bemerkenswert, dass der Antragssteller selbst ankündigt, sich enthalten zu wollen.
Fazit: Diskussion abwarten.
PÄA017 Abschaltung Atomkraftwerk Fessenheim
Kurzzusammenfassung:
Die Piraten wollen nicht nur AKWs in Deutschland, sondern auch in Frankreich abschalten. Jedenfalls wenn diese zu nahe an der Grenze sind.
Mein Senf:
Hier ist für mich jetzt allerdings auch eine Grenze überschritten. Möge man das doch bitte auf EU-Ebene fordern, aber auf Länderebene über den Umweg der EnBW-Anteile an dem Kraftwerk kommen…?
Fazit: Dagegen.
PÄA018 Fahrscheinlosen ÖPNV voranbringen
Kurzzusammenfassung:
Das Landesprogramm soll ein wenig ausgebaut werden, um den fahrscheinlosen ÖPNV ein kleines bisschen genauer zu definieren.
Mein Senf:
Kleinkruscht.
Fazit: Whatever.
PÄA019 Auflösung des Landesamtes für Verfassungsschutz
Kurzzusammenfassung:
Ein ausführlicher Text, der die Abschaffung des Landes-Verfassungschutzes fordert und begründet
Mein Senf:
Auch wenn ich den Inhalt des Antrags voll unterstütze, ist der Text doch so umfangreich, dass er wie ein Fremdkörper im Wahlprogramm wirken würde.
Fazit: Als Positionspapier annehmen, für das Landesprogramm dann lieber den PÄA026 nehmen, der deutlich prägnanter ist.
PÄA020 Wahlcomputer
Kurzzusammenfassung:
Wir lehnen immer und überall alles ab, was auch nur irgendwie nach Wahlcomputer riecht.
Mein Senf:
Ich unterstelle dem Antragsteller, dass er das für eine gute Methode hält, um Liquid Feedback zu bekämpfen. Aber da die Deutungshoheit über Anträge nach Annahme nicht mehr beim Antragsteller liegen und da auch die Frage, was jetzt konkret als Wahlcomputer anerkannt ist (Spoiler Alert: LQFB ist kein Wahlcomputer) nicht in der Definitionsmacht einzelner Menschen liegt, können wir den Antrag schon annehmen.
Fazit: Dafür. Aber nur, um dann den Antragsteller in der sMV-Diskussion auslachen zu können, wenn er PÄA020 als Gegenargument bringt.
PÄA021 Religionsunterricht
Kurzzusammenfassung:
Religionsunterricht soll an öffentlichen Schulen weder Pflichtfach, noch Versetzungsrelevant sein.
Mein Senf:
Der potentielle Antragsteller selbst hat erklärt, den Antrag bei diesem LPT noch nicht einreichen zu wollen, da er noch nicht genügend ausgearbeitet sei.
Fazit: Wird vermutlich nicht abgestimmt.
PÄA022 Grundlagen eines neuen JMStV und Jugendschutz im Internet
Kurzzusammenfassung:
Ein ausführlicher Text zum Jugendmedienstaatsvertrag und zum Jugendschutz.
Mein Senf:
Wieder ein recht ausführlicher Antrag, dem ich inhaltlich voll zustimmen kann. Ich halte ihn aber verglichen mit dem Rest des Landesprogramms für zu lang.
Fazit: Analog zu PÄA019 – Als Positionspapier ja, aber im Programm lieber PÄA033
PÄA023 Kulturpolitik
Kurzzusammenfassung:
Ein umfassendes Papier zu Kulturpolitik.
Mein Senf:
Mir ist nicht ganz klar, ob der Text ins Wahlprogramm soll oder als Positionspapier verabschiedet werden soll. Ist aber auch egal, denn ich würde in beiden Fällen zustimmen
Fazit: Dafür.
PÄA024 Informationsfreiheitsgesetz
Kurzzusammenfassung:
Wir fordern für Baden-Württemberg ein Informationsfreiheitsgesetz nach Hamburger Vorbild.
Mein Senf:
Fuck yeah. Das ins Wahlprogramm zu schreiben, wäre zu früh. Noch steht der Gesetzentwurf der Grün-Roten Landesregierung aus und sie haben sich ja immerhin dazu bekannt, dies auch umsetzen zu wollen.
Fazit: Dafür.
PÄA025 Arbeits und Sozialpolitik
Kurzzusammenfassung:
Ein Positionspapier, wie wir uns zeitgemäße Arbeits- und Sozialpolitik vorstellen
Mein Senf:
Ja.
Fazit: Dafür.
PÄA026 LA für Verfassungsschutz auflösen (kurz)
Kurzzusammenfassung:
Eine Kurzfassung des Antrags PÄA019.
Mein Senf:
Ja, bitte.
Fazit: Dafür.
PÄA027 Ablehnung von Quoten
Kurzzusammenfassung:
Geschlechterquoten sind Symptombekämpfung und deshalb abzulehnen
Mein Senf:
Erstmal wird hier “Symptombekämpfung” als Kampfbegriff genutzt, der an der Stelle recht unsinnig ist. Denn, um in der Metapher zu bleiben, Symptombekämpfung ist nichts per se schlechtes, solange es nicht die einzige ergriffene Maßnahme bleibt. Denn es kann durchaus den akuten Schmerz lindern, während das grundlegende Problem nachhaltiger angegangen wird.
Noch dazu halte ich den Vorwurf, dass Geschlechterquoten überhaupt reine Symptombekämpfung seien, für weit hergeholt. Sie treffen nämlich die in der Gesellschaft verankerten Ungleichbehandlung der Geschlechter an so zentraler Stelle (nämlich an den Machtstrukturen), dass hier durchaus auch Ursachen und nicht nur Symptome bekämpft werden.
Als Sahnehäubchen kommt dann eine Auflistung von alternativen Maßnahmen, die zum großen Teil eigentlich auch unter “Symptombekämpfung” fallen müssten, wenn man die Geschlechterquoten dazu zählt und konsequent wäre.
Fazit: Dagegen.
PÄA028 Gesetzlicher Lohnausgleich
Kurzzusammenfassung:
Um den Gender Pay Gap zu bekämpfen, soll er per Gesetz abgeschafft werden.
Mein Senf:
Der Antrag ist auf so vielen Ebenen fhalcs und unsinnig, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Ich versuchs trotzdem mal.
Erstmal äußert er sich nicht dazu, ob der bereinigte oder der unbereinigte Wert gemeint ist. Dann soll vage per Gesetz sowas von tief in die Vertragsfreiheit eingegriffen werden, ohne genauer zu definieren, wie eine solche Regelung konkret aussehen könnte.
Von der Sinnhaftigkeit erinnert mich dieser Antrag an diesen alten Titanic-Gag:

Fazit: Ablehnen. Und hart mit der Stirn auf den Tisch aufschlagen.
PÄA029 Zwangsbehandlung – Gesetzliche Regelungen zu Zwangsmaßnahmen im Gesundheitsbereich
Kurzzusammenfassung:
Die Regelungen, unter denen Zwangsbehandlungen möglich sind, sollen genauer definiert werden.
Mein Senf:
Mir scheint der Antrag leider etwas vage zu sein. Es werden zwar einzelne Stellen im Gesetz benannt, die Unsicherheiten enthalten, aber konkrete Vorschläge, wie die Unsicherheit entfernt werden könnte, fehlen teilweise.
Andererseits gehen auch meine Bullshit-Sensoren nicht an, insofern kann ich da wohl zustimmen, wenn nicht noch gute Argumente dagegen kommen.
Fazit: Unter Vorbehalt dafür.
PÄA030 Kommunales Grundsatzprogramm
Kurzzusammenfassung:
Ein kommunales Grundsatzprogramm wird aus dem Boden gestampft, um grobe Leitlinien festzulegen, an denen sich Kommunalpiraten orientieren sollten.
Mein Senf:
Da bin ich leicht befangen, da ich ja als Mit-Antragsteller (wenn auch nur in der Funktion des Hausmeisters) auftrete. Wenig überraschend finde ich sowohl das kommunale Grundsatzprogramm in allen Punkten, als auch die spezifischere Version, die für Heilbronn geschrieben wurde (und die die Basis für diesen Antrag war) komplett toll.
Fazit: Dafür
PÄA031 Vielfalt von Rollenbildern statt Bevorzugung von Konformität
Kurzzusammenfassung:
Für mehr Vielfalt und Freiheit. Gegen traditionelle Rollenbilder.
Mein Senf:
Klingt gut. Auf jeden Fall sehr viel besser als der halbgare und undurchdachte Murks aus PÄA027.
Fazit: Dafür.
PÄA032 Archive Digitalisieren
Kurzzusammenfassung:
Alle öffentlichen Archive sollen komplett digitalisiert werden. Werke, die nicht aktell den urheberrechtlichen Schutzfristen unterliegen, sollen in offenen Formaten komplett frei zugänglich sein.
Mein Senf:
Mehr Open Access ist immer gut.
Fazit: Dafür.
PÄA033 Ergänzung im Abschnitt “Jugendschutz”
Kurzzusammenfassung:
Kurzfassung des PÄA022, die von der Länge besser zum bereits bestehenden Landesprogramm passt.
Mein Senf:
Wie oben schon erwähnt: Gerne.
Fazit: Dafür.
So, und weils so schön war, jetzt noch die Sonstigen Anträge
SA001 LQFB als Meinungsbildungstool
Kurzzusammenfassung:
Liquid Feedback soll auch in Baden-Württemberg als Werkzeug zur Entwicklung von Anträgen und für Meinungsbilder eingesetzt werden.
Mein Senf:
Ja, ich hätte gerne eine LQFB-Landesinstanz. Tatsächlich würde ich mich freuen, wenn dank der demnächst[tm](c) kommenden Gebietskennzeichen auch Liquid-Meinungsbilder auf Kreisebene verfügbar wären.
Das Thema wurde im Ländle lange genug (ob aktiv oder passiv sei dahingestellt) verschleppt. Ich finde, es wird Zeit, dass wir auch auf Landesebene Erfahrungen mit solchen Systemen sammeln können.
Fazit: Dafür.
SA002 Hosten der Baden-Württemberger Landes-LQFB Instanz in Berlin
Kurzzusammenfassung:
Der Titel sagt alles aus.
Mein Senf:
Wenn die Berliner Admins kein Problem damit haben, hab ich auch keins damit. Lieber ein bald funktionierendes Liquid-System als ewig warten müssen, bis ein entsprechendes Team hier im Land aufgebaut ist.
Fazit: Dafür.
SA003 Arbeitswelt
Kurzzusammenfassung:
Eine ältere Version des PÄA025, die aus historischen Gründen hier zusätzlich noch als SA003 vorhanden ist.
Mein Senf:
Dank der Einleitung wäre das eine prima Möeglichkeit, um den berühmten Zeitreiseantrag durch die Hintertür auch in Baden-Württemberg in der Vergangenheit beschlossen haben zu werden getan sein (Grammatik wird um einiges komplexer, wenn Zeitreisen hinzukommen!).
Fazit: Gnihihi.
SA004 Positionspapier Empfehlungen für Gebietsverbandsgründungen in BW
Kurzzusammenfassung:
Ein paar Empfehlungen anhand derer zukünftig zu gründende Untergliederung feststellen können, ob eine Gründung sinnvoll wäre oder ob man es vielleicht doch besser bleiben lässt.
Mein Senf:
Kann man machen. Wird aber nix bringen, so wie ich unser eigensinniges und sowieso alles hinterfragendes Piratenpack kenne.
Fazit: Von mir aus dafür.
SA005 NSU Untersuchungsausschuss in Baden-Württemberg
Kurzzusammenfassung:
In Baden-Württemberg ist kaum Aufklärungsarbeit bezüglich des nationalsozialistischen Untergrunds bekannt. Das sollte sich ändern.
Mein Senf:
Selbstverständlich ist das eine sinnvolle Forderung.
Fazit: Dafür.
SA006 Vertagung auf virtuelle Versammlung
Kurzzusammenfassung:
Alle nicht behandelten Anträge sollen von der virtuellen Versammlung (auch bekannt als Briefwahl mit modern klingendem Namen) behandelt werden, so diese angenommen wird
Mein Senf:
Ein paar willkürlich ausgewählte Fakten:
- Der Antragsteller der virtuellen Versammlung (auch bekannt als Briefwahl mit modern klingendem Namen) arbeitet üblicherweise mit dem Antragsteller dieses Antrags eng zusammen
- Die virtuelle Versammlung (auch bekannt als Briefwahl mit modern klingendem Namen) behandelt maximal 40 Anträge gleichzeitig
- Vom Antragsteller dieses Antrags kommen nach derzeitigem Kenntnisstand 11 der 33 Programmanträge, die vermutlich nicht alle behandelt werden
Schlüsse und Vermutungen darf da jetzt jeder selbst basteln, da halt ich mich raus.
Fazit: Netter Versuch. Müssen wir aber hoffentlich nicht abstimmen, da der Antrag nur sinnvoll ist, wenn wir uns für die Briefwahl entschieden haben.
SA007 Frequenz der virtuellen Versammlung
Kurzzusammenfassung:
Klärung von Details, falls die virtuelle Versammlung (auch bekannt als Briefwahl mit modern klingendem Namen) angenommen wird
Mein Senf:
Genauso unnötig wie die virtuelle Versammlung (auch bekannt als Briefwahl mit modern klingendem Namen).
Fazit: Meh.
SA008 Findeco als zIP
Kurzzusammenfassung:
Die virtuelle Versammlung (auch bekannt als Briefwahl mit modern klingendem Namen) braucht im Falle ihrer Annahme eine sogenannte zentrale Informationsplattform (zIP). Eine Software namens Findeco soll diese Rolle übernehmen.
Mein Senf:
Wenig überraschend kommt aus dem Dunstkreis der virtuellen Versammlung (auch bekannt als Briefwahl mit modern klingendem Namen) der Versuch, die eigene Software zu pushen.
Fazit: Next!
SA009 Piratenwiki als zIP
Kurzzusammenfassung:
Die virtuelle Versammlung (auch bekannt als Briefwahl mit modern klingendem Namen) braucht im Falle ihrer Annahme eine sogenannte zentrale Informationsplattform (zIP). Das Piratenwiki soll diese Rolle übernehmen.
Mein Senf:
Sollte der Landesparteitag wirklich die virtuelle Versammlung (auch bekannt als Briefwahl mit modern klingendem Namen) beschließen, wäre das wohl die ein kleines bisschen weniger schmerzende Methode, als sich noch ein neues Tool ans Bein zu binden.
Fazit: Ganz ganz leicht dafür.
SA010 Positionspapier Pille danach
Kurzzusammenfassung:
Wir fordern die rezeptfreie Abgabe der “Pille danach”
Mein Senf:
Ich schließe mich (nicht nur) hier voll und ganz dem Urteil der hedonistischen Plattform in der Piratenpartei an.
Fazit: Dafür.
SA011 Umgang mit dem sog. “Landesprogramm”
Kurzzusammenfassung:
Es sollen ein formelles Regelwerk verabschiedet werden, wie mit dem Landesprogramm umzugehen ist.
Mein Senf:
Ähm, genau. Mehr formelle Regeln: Das ist es, was wir unbedingt brauchen.
Fazit: Ich werde dagegen stimmen.
#AnEinemTagVIELEAnträge – Flings Edition Teil 1
SÄA001 LVor-Nachrücker
Kurzzusammenfassung:
Analog zu diversen Gliederungen soll es Nachrückerinnen für den LaVor geben.
Mein Senf:
Eine alternative Möglichkeit wäre es, den Vorstand zu vergrößern, um Rücktritte besser verkraften zu können. Das ist aber kein Grund, gegen diesen Antrag zu stimmen.
Fazit: Dafür.
SÄA002 2 Jahre Vorstands Amtszeit
Kurzzusammenfassung:
Die Amtszeit des Landesvorstandes soll von maximal 14 Monate auf maximal 24 Monate verlängert werden.
Mein Senf:
Die Diskussion kommt immer mal wieder auf. Ich halte es gerade in der derzeitigen Situation für eine völlig weltfremde Idee, jetzt die Amtszeiten zu verlängern.
Fazit: Dagegen.
SÄA003 §9a 2 Stellvertreter
Kurzzusammenfassung:
Der Vorstand soll um eine Person vergrößert werden, indem es 2 stellvertretende Vorsitzende statt wie bisher eine gibt.
Mein Senf:
Auch diese Diskussion ist nicht neu. Von mir aus kann der Vorstand gerne vergrößert werden, wenn es hilft, die Gesamtarbeitsbelastung zu reduzieren. Dass der Vorstand dann aus einer geraden Personenanzahl bestünde, halte ich übrigens weder für kein Problem, noch für ein gültiges Gegenargument.
Fazit: Dafür.
SÄA004 Änderung von §14(6)
Kurzzusammenfassung:
Ein Bugfix der Satzung. Bisher war es theoretisch unter gewissen Umständen möglich, dass nicht alle Kandidatinnen für ein Vorstandsamt abgelehnt werden konnten.
Mein Senf:
Der Antrag ist ein alter Bekannter, wurde er doch schon Anfang 2012 eingereicht. Auch wenn wir meines Wissens praktisch durch Approval Voting und Quoren diese Möglichkeit nie hatten, kann es nicht schaden, das so in die Satzung aufzunehmen. Eine ähnliche Regelung ist dem Bezirksverband Tübingen erst vor kurzem um die Ohren geflogen.
Fazit: Dafür.
SÄA005 §2(1)
Kurzzusammenfassung:
Es soll die freie Wahl des Landesverbandes möglich sein, unabhängig vom Wohnsitz.
Mein Senf:
Auch dieser Antrag wird schon seit 2012 mitgeschleppt. Ich persönlich hätte jetzt grundsätzlich nicht so das Problem damit, da ja die freie Gliederungswahl laut Bundessatzung auf entsprechenden Antrag durchaus jetzt schon möglich ist. Die Schreckensszenarien von exzessivem LV-Hopping und Stimmberechtigung auf allen Landesparteitagen halte ich für weit hergeholt, da sie ja theoretisch jetzt schon möglich wären und offensichtlich nicht in erkennbarem Maße stattfinden.
Fazit: Enthaltung.
SÄA006 Änderung von §5(3)
Kurzzusammenfassung:
Das Prozedere soll vereinfacht werden, wenn ein Mitglied in ein anderes Bundesland umzieht, aber im LV BaWü verbleiben will
Mein Senf:
Wieder ein 2012er. Verwaltungsvereinfachung finde ich prinzipiell gut. So oft dürfte das aber auch nicht auftreten, dass man sich diesen Sonderfall in die Satzung nageln müsste.
Fazit: Enthaltung.
SÄA007 Streichung von §9b(3)
Kurzzusammenfassung:
Der Absatz, der sich mit der Einberufung eines außerordentlichen LPT auseinandersetzt, soll gestrichen werden.
Mein Senf:
Hab ich schon erwähnt, dass so mancher Antrag schon seit Anfang 2012 eingereicht ist? Ich verstehe die Begründung nicht bzw. kann sie nicht nachvollziehen.
Fazit: Dagegen.
SÄA008 §9b(2)
Kurzzusammenfassung:
Wenn sich 3 Bezirksverbände einig sind, muss ein Landesparteitag einberufen werden
Mein Senf:
Wieder 2012. Wenn wir eines nicht brauchen, dann mehr satzungsgemäße Möglichkeiten, das Misstrauen gegenüber wem auch immer auszusprechen.
Fazit: Dagegen.
SÄA009 SGO-Schönheitskorrektur
Kurzzusammenfassung:
An einer Stelle in der Schiedsgerichtsordnung steht versehentlich (1) statt §1.
Mein Senf:
Von 2012. Müssen wir UNBEDINGT beschließen. Nicht, dass die komplette Partei deshalb vom Bundesverfassungsgericht angefochten wird!
Fazit: Wenn wir wirklich nichts besseres zu tun haben, als diesen Antrag zu behandeln: Dafür.
SÄA011 PAAntragsFrist
Kurzzusammenfassung:
Die 2-Wochen-Frist soll nicht nur für Satzungs- sondern auch für Programmänderungsanträge gelten.
Mein Senf:
Schränkt uns unnötig ein, falls ein Antrag noch kleinere Änderungen vor Ort benötigt. Sollte absehbar sein, dass LPTs von Programmanträgen überrannt werden, kann man das immer noch machen.
Fazit: Dagegen.
SÄA012 LimitUntergliederung
Kurzzusammenfassung:
Untergliederungen sollen sich erst ab einer gewissen Größe gründen dürfen.
Mein Senf:
2012. Wir haben inzwischen genügend Kleinst-KVs, als dass das jetzt noch großartig was ändern würde. Außerdem ist es vermutlich mindestens fragwürdig, ob die LV-Satzung die Gründung von Untergliederungen tatsächlich verbieten kann.
Fazit: Dagegen.
SÄA013 Neufassung §7
Kurzzusammenfassung:
Genauere Definition, wie Gliederungen auszusehen haben. Unter anderem soll die theoretische Möglichkeit unterbunden werden, dass sich für ein Gebiet mehrere Verbände gründen.
Mein Senf:
Da war ich schon 2012 dagegen. Nicht jede rein theoretisch mögliche Lücke muss gestopft werden.
Fazit: Dagegen.
SÄA014 §9a(1) flexibilisiert und vereinfacht
Kurzzusammenfassung:
Abschaffung der Amtsbezeichnung “Beisitzer”, dafür eine vom Landesparteitag bestimmte beliebige Anzahl von stellvertretenden Vorsitzenden.
Mein Senf:
Kann mensch so machen und hat sich in anderen Gliederungen bewährt.
Fazit: Dafür.
SÄA015 Neufassung §9b(7)
Kurzzusammenfassung:
Umformulierung, wann und wie Rechnungsprüfer gewählt werden
Mein Senf:
2012. Von mir aus.
Fazit: Mir Egal.
SÄA016 Neufassung §1(5)
Kurzzusammenfassung:
Schönheitskorrektur eines Absatzes.
Mein Senf:
Völlig unnötig. Keine inhaltliche Änderung oder Klarstellung, nur Polieren des Textes.
Fazit: Dagegen.
SÄA017 Zuständigkeit Kommunalwahl
Kurzzusammenfassung:
Der LPT soll nicht mehr für Kommunalprogramme zuständig sein.
Mein Senf:
Mal was neues, ein Antrag von 2010! Mag sein, dass ich aufgrund der Situation befangen bin, aber ich halte das kommunale Grundsatzprogramm, das ausgearbeitet wurde (und wo ich in der Funktion als Hausmeister auch Mitantragsteller bin) für eine gute Idee. Dieser Antrag würde verhindern, dass es beschlossen werden kann. Natürlich ist es recht sinnlos, auf Landesebene ein spezifisches Kommunalprogramm zu verabschieden, aber das fordert ja auch niemand.
Fazit: Dagegen.
SÄA018 Änderung §11(1)
Kurzzusammenfassung:
Der Absatz, der Satzungsänderungen behandelt, soll gestrafft werden.
Mein Senf:
2012. Kann man machen, falls ansonsten akute Gefahr der Langeweile besteht.
Fazit: Whatever.
SÄA019 §15 Kommunale Zweckverbände
Kurzzusammenfassung:
Es sollen auch parteitagsähnliche Versammlungen einberufen werden können, für Gebiete, die keine eigene Gliederung haben.
Mein Senf:
Halte ich für sinnvoll, wenn auch offizielle programmatische Aussagen getätigt werden können, ohne dass es eine konkrete zuständige Gliederung gibt.
Fazit: Dafür.
SÄA020 Neufassung §2(1)
Kurzzusammenfassung:
Anpassung der Mitgliedschaft im LV mit Verweis auf die Bundessatzung.
Mein Senf:
2012. Erinnert irgendwie an SÄA005, auch wenn er deutlich weniger krass formuliert ist. Ein Querverweis auf die Bundessatzung kann nicht schaden, wenn dadurch nachhaltig Inkonsistenzen abgebaut werden.
Fazit: Dafür.
SÄA021 Antragsvorbereitung
Kurzzusammenfassung:
Antragsforen sollen formalisiert werden
Mein Senf:
Ein Antrag, ausnahmsweise nicht von Anfang, sondern von Mitte 2012, der wortreich Dinge und Versammlungen definiert, die man genausogut auch völlig ohne Satzungsänderung tun könnte.
Fazit: Überflüssig. Dagegen.
SÄA022 Beitragsermäßigungen durch den Landesvorstand
Kurzzusammenfassung:
Beitragsermäßigungen sollen nicht mehr in den Zuständigkeitsbereich der niedrigsten Gliederung fallen, sondern in den des Landesvorstandes.
Mein Senf:
2012. Wär schon brauchbar, wenn der Landesverband hier Vorgaben macht. Das kann er aber auch in Form einer Empfehlung tun (bzw. hat dies sogar schon getan), ohne in die Autonomie der Untergliederungen einzugreifen.
Fazit: Dagegen.
SÄA023 Änderung von §14(2)
Kurzzusammenfassung:
Es soll genauer definiert werden, was eine “einfache Mehrheit” ist.
Mein Senf:
2012. Mir war nicht bewusst, dass da Klärungsbedarf herrscht. Völlig unnötig.
Fazit: Dagegen.
SÄA024 Geschlechtergerechte Satzung
Kurzzusammenfassung:
Wie der Titel schon andeutet, soll die Satzung gegendert werden: Alle Begriffe, die vom Wortlaut her nur Männer bezeichnen, sollen durch entsprechende geschlechtsneutrale Begriffe ersetzt werden.
Mein Senf:
Ich fände es toll, wenn die Satzung jetzt in der Form wäre, die im Antrag vorgeschlagen wird. Nur leider gibt es derzeit so einige weitere Satzungsänderungsanträge, die nicht konsequent gegendert sind und somit für Inkonsistenzen sorgen würden. Das halte ich aber für vergleichsweise kleine und korrigierbare Schönheitsfehler.
Ein wesentlich größeres Problem ist, dass der Antrag, wenn, dann als erster SÄA behandelt werden muss, da er durch die Formulierung sonst alle anderen vorher beschlossenen Satzungsänderungen rückgängig machen würde.
Kurz noch zu den beiden im Wiki genannten Gegenargumenten:
Es stimmt nicht, dass dadurch die Satzung in einem rechtlich unsicheren Zustand geraten würde. Es ist nach wie vor an allen Stellen völlig klar, was gemeint ist. Der einzige Unterschied zum Jetzt-Zustand ist, dass keine Begriffe mehr benutzt werden, die ausschließlich Menschen eines bestimmten Geschlechts bezeichnen.
Ich halte die Satzung in dieser alternativen Form auch nicht für “deutlich schlechter lesbar”, ja, nichtmal für ein kleines bisschen. Und selbst wenn es so wäre: Eine Satzung ist kein Roman. Ästhetik und Lesbarkeit ist sekundär, solange der Sinn klar ist.
Fazit: Wenn der Antrag als erster SÄA behandelt wird (oder alle SÄA vorher abgelehnt werden), werde ich dafür stimmen. Ansonsten leider nicht.
SÄA025 Änderung §3(2)
Kurzzusammenfassung:
Änderungen der Mitgliedsdaten sollen nicht mehr laut Satzung allen übergeordneten Gliederungen, sondern nur noch der direkten Obergliederung bekanntgegeben werden.
Mein Senf:
Unnötig, da wir inzwischen eine funktionierende bundesweite Mitgliederverwaltung haben, in der eben das automagisch eingebaut ist.
Fazit: Dagegen.
SÄA026 §1(3)
Kurzzusammenfassung:
Der Sitz des Landesverbandes soll nicht mehr Karlsruhe, sondern Stuttgart sein
Mein Senf:
2012. Eine alte Diskussion. Ich sehe hier nach wie vor keinen Änderungsbedarf.
Fazit: Dagegen.
SÄA027 Anpassung von §14 an das PartG
Kurzzusammenfassung:
Eine kleine Änderung, wann geheim und wann offen abgestimmt werden kann/muss.
Mein Senf:
2012. Ich sehe hier keinen großartigen Änderungsbedarf. Insbesondere den zweiten Teil der Änderung sehe ich auch sehr kritisch.
Fazit: Dagegen.
SÄA028 Änderung von §4(1)
Kurzzusammenfassung:
Es soll ein Teilsatz aus der Satzung gestrichen werden, der eine Begründung enthält, warum Rechte und Pflichten von der Bundessatzung geregelt werden.
Mein Senf:
2012. Ich verstehe nicht, warum die Begründung “Gleichbehandlung” so kritisch sein sollte, dass man sie besser an der Stelle aus der Satzung streichen sollte.
Fazit: Dagegen.
SÄA029 ständige MitgliederVersammlung
Kurzzusammenfassung:
Neben dem Landesparteitag (der in Landesmitgliederversammlung umbenannt wird) soll es noch eine ständige Mitgliederversammlung geben, die mit Mitteln der Liquid Democracy über offizielle Stellungnahmen und Positionspapiere entscheiden kann.
Mein Senf:
Die sMV-Diskussion hat also auch Baden-Württemberg erreicht. Ich finde es gut und richtig, dass wir als Partei auch versuchen, neue Wege abseits der von den etablierten Parteien ausgetretenen Pfade zu gehen.
Entgegen mancher Befürchtungen wird mit diesem Antrag übrigens nicht Liquid Feedback als verbindliche Software in der Satzung verankert. Es geht hier nur darum, sich prinzipiell zu den Prinzipien, die hinter Liquid Democracy stecken, zu bekennen und zu sagen, dass das der Weg ist, den der Landesverband gehen soll. Die konkrete Ausgestaltung mit Details zum Ablauf wird dabei explizit auf einen kommenden Parteitag verlagert. Es geht also wirklich nur um das “ob” und nicht um das “wie”.
Fazit: Dafür.
SÄA030 virtuelle Versammlungen
Kurzzusammenfassung:
Um zwischen Landesparteitagen Programmänderungen beschließen zu können, soll eine “virtuelle Versammlung” dies per Briefwahl tun können
Mein Senf:
Kann man machen. Jedenfalls wenn man erhöhten Bedarf hat, sich vor dem Rest der Partei und der Öffentlichkeit lächerlich zu machen. Mal abgesehen vom leicht realitätsverzerrenden Titel “Virtuelle Versammlung” ist für mich der Höhepunkt der Argumentation, dass diese Briefwahl doch tatsächlich als “neues Demokratiekonzept” bezeichnet wird.
Fazit: Dagegen.
Gesamtfazit Satzungsänderungsanträge:
Die Diskussion, ob der Landesverband sich für eine Briefwahl oder eine modernere Variante der innerparteilichen Demokratie entscheidet, wird sicherlich spannend. Ansonsten sind echt viele Anträge noch Überbleibsel aus 2012 oder gar von noch früher. Wir sollten am Ende des Parteitages überlegen, ob wir die nicht behandelten Anträge nochmal mitschleppen (vertagen) wollen oder ob wir für den nächsten Parteitag mit einer leeren Liste beginnen sollen. Ich tendiere klar zu letzterem.
Von Aufstellungsversammlungen und Mitmachparteien
Inspiriert vom Blogposting “Kurt und Erwin, alleine unter Wölfen!“ von kpeterl möchte ich auch noch ein paar Worte zu dem Thema verlieren, mich dabei aber ein wenig allgemeiner fassen.
Vorweg: Das ist (wie immer, wenn es nicht anders gekennzeichnet ist) meine Privatmeinung. Insbesondere spreche ich nicht für den KV Heilbronn, das Team zur Vorbereitung der Bundestagswahl in Baden-Württemberg oder durch die offizielle Beauftragung gar für den Landesvorstand. Es bin wirklich nur ich, zusammen mit meinen gelegentlich wirren Gedanken
Bei der Aufstellungsversammlung des Direktkandidaten im Wahlkreis 295 (Zollernalb-Sigmaringen), ist einiges suboptimal gelaufen. Ich verzichte jetzt mal darauf, die komplette Vorgeschichte hier auszubreiten.
Spätestens nach der Lektüre des oben verlinkten Blogbeitrages muss ich auch zugeben, dass das Vorführen der beiden Kandidaten auf Twitter so nicht in Ordnung war.
Ich gehe bis zum Beweis des Gegenteils davon aus, dass die beiden nicht aus Boshaftigkeit gehandelt haben, sondern eher aus Unwissenheit. Die Häme, die sich unter anderem per Twitter und inzwischen auch in manchen Medienberichten über ihnen ergossen hat, war in der Intensität sicherlich nicht angemessen.
Trotzdem sind die beiden meiner Meinung nach alles andere als Unschuldig an der Situation (wenn auch die Reaktion leider wie üblich unterirdisch schlecht war). Ich persönlich fand die Entscheidung des Landesvorstandes richtig und wichtig, dass der Posse ein schnelles Ende bereitet wurde.
Politische Dimension
Nur zu oft hört man von Piraten, dass die strenge Einhaltung der formalen, gesetzlichen Rahmenbedingungen das allerwichtigste ist, was man tun kann und dadurch eine formell korrekt getroffene Entscheidung auf fast schon magische Art und Weise unangreifbar wird.
Das ist Bullshit.
Wir sind eine Partei und keine Nomic-Spielegruppe. Wir haben einen gewissen Kanon an Grundwerten. Wir sind nicht Ideologiefrei. Dieser gefühlte Grundkonsens ist eher diffus und kann auch zwischen verschiedenen Piraten deutliche Unterschiede haben (so gibt es neben dem Kodex auch noch den Kodex II, den Kodex 2.0, den Kodex 2.1, das Manifest, das Einfache Manifest und vermutlich noch drölfundzwillig weitere Versuche, das aufzuschreiben), aber so die Grundideen sind doch irgendwie vorhanden.
Ich kann nicht erkennen, dass die beiden Kandidaten aus vollem Bewusstsein und mit bösem Willen gegen “piratige Grundwerte” verstoßen haben[1]. Ich konnte aber leider auch nicht erkennen, dass sie diese, weder ausformuliert, noch “diffus gefühlt” überhaupt kennen würden. Und deshalb müssen sich beide den Vorwurf gefallen lassen, absolut keine Ahnung zu haben, wie die Partei so tickt, für die sie in den Bundestag einziehen woll(t)en.
Schutz der Partei
Die Aufgabe des Vorstandes ist es unter anderem, Schaden von der Partei abzuhalten.
Ein Direktkandidat für den Bundestag, der nicht den blassesten Schimmer hat, wie die Partei funktioniert und was sie (mal mehr, mal weniger gut) zusammenhält, ist unberechenbar.
Natürlich mag es sein, dass er nach der Lektüre des Grundsatzprogramms und nach dem Besuch von ein paar Stammtischen, Mumblesitzungen und Parteitagen die piratige Art und Weise super finden und auch leben wird. Die Chance soll er selbstverständlich bekommen, aber ganz ehrlich, nach den Antworten, die er bei der AV gegeben hat und die teilweise eher auf Stammtischniwoh waren, habe ich da leichte Zweifel, dass die Partei und er noch dicke Freunde werden. Und auf jeden Fall existiert auch die Möglichkeit, dass ihm das, was und wie wir es so tun, überhaupt nicht behagen wird.
Der Punkt ist aber der: Genau das muss doch verdammt nochmal VOR einer Direktkandidatur geklärt werden und nicht hinterher. Da haben beide Kandidaten und auch mindestens ein weiterer stimmberechtigter Pirat hart gefailt. Da wir in dem betroffenen Kreis keinen Kreisverband haben, wäre somit ein uns völlig unbekannter und unberechenbarer Mensch das Gesicht und die Gallionsfigur der Piratenpartei. Das halte ich gelinde gesagt für einen suboptimalen Zustand.
Schutz der Kandidaten
Die Aufgabe des Vorstandes ist es auch, die Mitglieder zu schützen.
Aufgrund ihrer Antworten bin ich mir relativ sicher, dass keiner der Kandidaten vorher wusste, was mit dem Wort “Shitstorm” gemeint ist. Inzwischen wissen sie es vermutlich.
Wenn schon ehemaligen Bezirksvorsitzenden vor Angst die Knie schlottern, weil “große” Presse anruft und ein Statement will, dann bin ich mir relativ sicher, dass auch die beiden Kandidaten nicht von entsprechenden Anrufen verschont geblieben sind. Ich jedenfalls wüsste nicht, wie ich reagieren sollte, wenn was “größeres” anruft. Ich bin aber auch nur popeliger KV-Vorsitzender.
Noch dazu kommt: Wie ich die dunklere Seite der Partei kenne, hätte sich, wenn der Vorstand nicht so zügig gehandelt hätte, sicherlich auch die eine oder andere Piratte aus ihrem Loch gewagt und das volle Stalkingprogramm abgespielt. :-/
Zum Schutz der Kandidaten war es meiner Meinung nach auch besser, hier möglichst schnell den Shitstorm-Zyklus zu unterbrechen.
Warum nicht den Weg über die Anfechtung gehen?
Ein anderer legitimer Weg, diese Versammlung zu kippen, wäre in der Tat eine Anfechtung gewesen. Es gab wohl auch durchaus mindestens einen Formfehler, der Auswirkungen auf den Verlauf der AV gehabt hätte. Die Chancen, dass ein Schiedsgericht die Versammlung nachträglich gekippt hätte, wären wohl durchaus vorhanden gewesen.
Allerdings, Schiedsgerichtsverfahren dauern Zeit und ihr Ausgang ist unsicher. Es war zwar absehbar, dass bald schon die nächste Sau durchs Piratendorf getrieben würde und keiner mehr an die #av295 denkt, aber ich persönlich bevorzuge die schnelle, rechtlich genauso saubere Lösung, die der Landesvorstand gewählt hat.
Aber die Basis hat gesprochen!
Man darf durchaus unterscheiden zwischen unterschiedlichen Qualitäten von Basisvoten. Wenn zum Beispiel am Rande einer Aufstellungsversammlung ohne Diskussion, ohne objektive Abwägung aller Vor- und Nachteile einfach mal mit einer Mehrheit beschlossen wird, dass man demnächst einen KV gründen will, dann kann man schön mit einem “Basisbeschluss” rumwedeln – informiert oder sinnvoll wird der Beschluss davon aber noch lange nicht.
Genauso sollte es jedem klar sein, dass eine Aufstellungsversammlung mit 3 stimmberechtigten Piraten nicht so den unumstößlich heiligen basisdemokratisch Beschluß erzeugt, als wenn es deutlich mehr Piraten gewesen wären, die sich für diesen Kandidaten entschieden hätten. Es waren aber nicht mehr, es waren 3. Einer davon hat kandidiert und wie mir zugetragen wurde, war wohl nur einer der dreien jemals auf einem Stammtisch gewesen. Das ist etwas mager.
Übrigens – unter anderem genau für solche Fälle haben wir ja jemanden gewählt. Basisdemokratisch. Der eine oder andere mag sich daran erinnern, aber nochmal zur Sicherheit: Jedes einzelne Mitglied des Landesvorstands hat auf dem letzten Landesparteitag mindestens 50% Zustimmung erhalten und da war “mindestens 50%” nicht gleichbedeutend mit “2 Personen”.
Es hat gute Gründe, warum ein Vorstand sich üblicherweise an Beschlüsse der Basis halten muss. Aber mindestens in diesem einen Spezialfall, hat der Landesvorstand vom Gesetzgeber das Recht bekommen, eine solche Kandidatenernennung einmalig zu kippen und eine erneute Versammlung anzuordnen. Warum er das Recht nicht in Extremfällen nutzen sollte, leuchtet mir nicht ein. Und dass es sich hier um einen Extremfall handelt, wird hoffentlich niemand bezweifeln.
Allgemeines zur Mitmachpartei
Komm ich nun noch zum Teil, wo ich dem Blogposting “Kurt und Erwin, alleine unter Wölfen!“ zumindest ein wenig widersprechen muss. Da heißt es nämlich:
Wenn zwei Menschen, die in dieser Partei sind, ihr Recht wahrnehmen, für alles in der mitmachpartei zu kandidieren, dann sind wir entsetzt?
Findet den Fehler.
Wir sind wirklich eine Mitmachpartei. Ich gehe davon aus, dass wir Piraten die niedrigsten Mitmachhürden haben, die es in der derzeitigen Parteienlandschaft so gibt (zumindest wenn man sich auf die halbwegs großen Parteien beschränkt, die kleineren kenne ich nicht so gut). Darauf können wir verdammt stolz sein.
Wenn jemand mit einer guten Idee kommt, bekommt er vermutlich inzwischen deutschlandweit den Sekor’schen Imperativ “Du hast den Job” zu hören. Und wenn er keine oder nicht genügend Zeit dafür hat, aber jemand anderes die Ressourcen hat und/oder die Idee gut genug findet, wird sich auch jemand finden, der hilft. Wenn das nicht “Mitmachen” ist, dann weiß ich auch nicht.
Das Problem ist auch in diesem Fall (und auch sonst zu oft) nicht das “Mitmachen”, sondern die teilweise groteske Fehleinschätzung der eigenen Person und der Partei. Der Dunning-Kruger-Effekt läßt grüßen.
Mag sein, dass ich da ungewöhnlich bin, aber wenn ich persönlich in eine neue Gruppe gerate, dann werde ich erstmal ein wenig passiv zuhören und aufpassen. Ich versuche zumindest grob rauszubekommen, wie die Strukturen sind, wer das “Alphatier” gibt, versuche mir die gruppentypische Sprache anzueignen, schaue, wer so die Personen sind, mit denen ich es zu tn habe und so weiter. Das kann mal länger und mal weniger lange dauern, aber irgendwann rutsche ich ganz von selbst aus der Passivität immer mehr ins Aktive und werde an der Gruppe teilhaben. Das heißt jetzt aber natürlich nicht, dass ich mich Borg-mäßig ins Kollektiv begebe und meine komplette Persönlichkeit aufgebe – wer mich kennt, weiß, dass ich z.B. meinen gelegentlich nicht gerade massentauglichen Humor nur sehr ungern eindämme.
Ich erwarte zumindest ein ähnliches Verhalten auch von Neuen. Wenn Fragen sind, egal welcher Art, stehe ich gern zur Verfügung, auch unter 4 Augen. Aber was ich nicht brauchen kann, sind Menschen, die zum ersten Mal einen Stammtisch, eine Mitgliederversammlung oder sonst eine Parteiveranstaltung besuchen und mit lauten Tönen erzählen, was wir tun müssen. Und Menschen, die zum ersten Mal auf einer Parteiveranstaltung sind, die absolut keine Ahnung haben, wie die Partei funktioniert und meinen, gleich für irgendeinen Posten oder gar für ein Bundestagsmandat (!) kandidieren zu müssen, die gehören für mich in diese Kategorie und genau da hat für mich die “Mitmachpartei” auch ihre Grenzen.
Wir haben verdammt niedrige Hürden, um sich produktiv einzubringen und wir arbeiten auch stetig daran, vor allem die technischen Hürden abzubauen. Aber: Die komplette Abschaffung aller Hürden, das halte ich für den falschen Weg. Zumindest eine Idee vom sehr diffusen piratigen Grundkonsens sollte eine Person schon haben, bevor sie Verantwortung für die Partei übernimmt.

Die komplette Abschaffung jeglicher Hürden, das würde eine absolute Beliebigkeit bedeuten. Wir sind nicht die Partei “Die PARTEI”, die auf Wahlplakate schonmal “Inhalte überwinden” schreibt. Und so schön ich es persönlich finde, wenn Sonneborn und Co. damit der Parteienlandschaft den satirischen Spiegel vorhält, so wenig will ich mich mit den Piraten in diese Richtung begeben.
Und um Fehlinterpretationen zu vermeiden: Das bedeutet keinesfalls, dass ich Altmitglieder pauschal gegenüber den Neumitgliedern bevorzugen würde. Im Gegenteil: Sobald ich zu erkennen glaube, dass jemand weiß, was es bedeutet, Pirat zu sein, ist er für mich persönlich auch ein “echter Pirat”. Das ist selbstverständlich völlig ungeachtet dessen, ob die Mitgliedsnummer dreistellig oder fünfstellig ist.[2]
Lange Rede, kurzer Sinn:
Ich bin elzoido, ich bin Pirat und bis hierhin liest sowieso keine Sau meine wirren Gedanken.
—-
[1] Zugegeben: Das, was sie zum Euro und Europa gesagt haben, widerspricht der geltenden Beschlußlage in der Partei (und meiner Meinung auch mindestens einem Kodex *g*). Aber so eine gewisse Diskrepanz zwischen Parteiprogramm und persönlicher Meinung hat sicherlich jedes Parteimitglied und solange das nicht überhand nimmt, ist ja alles in Ordnung.
[2] Fun fact: Auf der letzten Kreismitgliederversammlung wurden 2 “Neupiraten” in den Vorstand des KV Heilbronn gewählt. Ich habe noch keine Sekunde lang bereut, beiden meine Stimme gegeben zu haben.
Verhinderter Leserbrief
Folgenden Leserbrief habe ich an die Heilbronner Stimme als Antwort auf eine piratenschmähende Polemik des Redakteurs Siegfried Lambert geschickt:
Diebstahl ist der falsche BegriffWenn ich jemandem mein Auto gebe, habe ich vorher eine Auto und nachher keines.Wenn ich jemandem eine MP3-Datei schicke, habe ich vorher eine MP3-Datei und nachher immer noch.Genau das ist der fundamentale Unterschied zwischen der physikalischen Welt und der Welt der Bits und Bytes. Und dieser Unterschied ist in der Tat wirklich so signifikant und so grundlegend, dass er alleine die Ursache dafür ist, dass die Musikindustrie das große Wehklagen anstimmt und Qualitätsmedien wie die Heilbronner Stimme darauf reinfallen.Man stelle sich einfach mal vor, wie die Welt funktionieren würde, wenn es ein billiges Gerät gäbe, mit dem man physikalische Objekte beliebiger Größe nachbauen könnte – von der Erdbeere bis zum Wolkenkratzer. Ganz ohne zusätzliche Kosten und ohne dass der ursprüngliche Besitzer etwas davon merkt. Wäre es da sinnvoll, von “Diebstahl” zu sprechen, wenn man das Auto des Nachbarn kopiert? Ich denke nicht und genau deshalb geht auch der Begriff des “Diebstahls”, wie er in der Polemik von Siegfried Lambert benutzt wurde, völlig an der Realität vorbei.Zugegeben, das Szenario mag absurd klingen, aber exakt das ist es nunmal, was uns die Computer ermöglicht haben. Das verlustfreie Kopieren von Daten jeglicher Art ist so im Kern jeglicher Computertechnik verankert, dass diese ohne das Kopieren schlicht nicht möglich wäre. Genau das ist es auch, was man verstanden haben muss, um sinnvoll in der Debatte um ein modernisiertes Urheberrecht mitdiskutieren zu können.Beispiele, dass auch eine “Kostenloskultur” offensichtlich funktionieren kann, gibt es zuhauf. Oder hat jemals ein Konsument RTL, Pro7 oder Radio Ton Geld dafür gegeben, den Sender einschalten zu dürfen? Wieviel kostet ein Abonnement des Echo am Mittwoch/Sonntag? Was verlangt die Wikipedia als Abrufgebühr für Artikel?Wer gern weiter über diese Themen diskutieren mag, ist übrigens herzlich eingeladen, unsere Piratentreffs zu besuchen. Der nächste findet am 3. Mai 2012 ab 18:30 Uhr im K2Acht statt und wir freuen uns immer über Gäste.
Nachhaltigkeit, Schmachhaltigkeit
Eine paar Gedanken zum Text “Schluß mit der Nachhaltigkeitslüge” von Sebastian ‘tirsales‘ Nerz. Wer das nicht gelesen hat, wird vermutlich nicht verstehen, was ich schreibe. Also bitte, klickt kurz den Link an, lest alles durch und kommt dann wieder. Ich warte hier solange.
Vorneweg: Ich bin kein Wirtschaftsfachmann, sondern ITler. Ich habe keine Ahnung. Ganz im Geiste des Internet soll mich das aber nicht hindern, trotzdem meine Meinung lautstark kundzutun.
Dem Tenor des Textes kann ich nichtmal so sehr widersprechen. Natürlich muss der erste Schritt in die richtige Richtung die Einsicht sein, dass es ein Problem gibt. Und dass uns beispielsweise das Öl ausgehen kann, das dürfte unter den vernünftigeren Zeitgenossen auch eher unbestritten sein. Wer wissen will, wie der grandiose Andreas Eschbach dieses Szenario zu einem Roman verarbeitet hat, möge sich zum Buchdealer seines geringsten Mißtrauens begeben und nach “Ausgebrannt” fragen. Aber bitte dran denken: Der Mann schreibt zwar genial, aber trotz allem ist es sein Job, Geschichten zu erzählen und keine Wahrheiten zu berichten. Das sollte man auch immer im Hinterkopf haben, wenn man sein anderes “Standardwerk” zur Wirtschaftskrise, “Eine Billion Dollar“, liest. Aber ich schweife ab.
Auf jeden Fall will ich hier auf ein paar Textstellen eingehen, die meiner Meinung nach ein paar Denkfehler aufweisen:
Um unseren aktuellen Lebensstil beizubehalten, verbrauchen wir etwa das 2,7-fache dessen, was unser Planet hergibt. Leider steht uns aber nur eine Erde zur Verfügung. Schon allein das zeigt, dass unsere Verhaltensweise keine besonders nachhaltige sein kann.
Wir sind in Deutschland gut auf dem Weg, eine Informations- und Dienstleistungsgesellschaft zu werden. Nun sind aber sowohl Informationen, als auch Dienstleistungen nicht gerade die Prototypen von Mehrwert, der auch mehr Ressourcen verbraucht. Im Gegenteil: Gerade der IT-Sektor ist ein Paradebeispiel für einen Wachstumsmarkt, der grundsätzlich betrachtet einiges seines Wachstums erstmal nicht durch höheren Ressourcenverbrauch erkauft. Dass hier natürlich einiges altes weggeworfen wird, was eigentlich recyclet (oder rechentechnisch anspruchsloseren Aufgaben zugeführt) werden könnte, ist tatsächlich ein Problem. Aber ein aktueller Prozessor verbraucht für die Herstellung erstmal nicht mehr physikalische Ressourcen als ein 8086er – hier liegt der Mehrwert in verbesserten Abläufen und mehr Know-How. Meine erste 500MB-Festplatte hatte die gleichen Dimensionen und ungefähr die gleiche Masse wie ein aktuelles 3TB-Modell. Auch der Linux-Kernel war 1994 in Version 1.0 noch unter 180.000 Zeilen lang und ist in der aktuellen Mainline-Version 3.3 vom 18.3.2012 auf über 15.000.000 Zeilen angewachsen. Und da betrachte ich nur die “Produzenten”seite. Tatsächlich ist nicht abzuschätzen, wie hoch der Gewinn durch die kostenlose Verfügbarkeit von Linux sein dürfte. Und so einige Firmen verdienen ihr Geld damit, für kostenlose verfügbare Software Support zu bieten und schaffen es so, zu wachsen, ohne nennenswert mehr Ressourcen zu verbrauchen.
Auch beim in Deutschland starken Automobilsektor baut einiges vom Wachstum nicht unbedingt auf erhöhten Ressourcenverbrauch auf. Die Masse (und das ist meines Erachtens eine recht brauchbare Metrik für tatsächlichen Ressourcenverbrauch) eines aktuellen Audi A6 ist mit >=1650 kg keinesfalls exponentiell von den >=1370 kg seines 15 Jahre älteren Vorgängermodells entfernt. Und auch die Anzahl der in Deutschland produzierten Autos ist seit über 20 Jahren ziemlich stabil.
Und ja, mir ist bewußt, dass das zwar für Deutschland so gelten mag, international betrachtet aber keinesfalls. Ändert trotzdem nichts daran, dass die Automobilbranche in Deutschland es geschafft hat, den Umsatz ordentlich zu steigern. Als Quelle sei hier auf die Jahresberichte des VDA verwiesen.
Das gleiche Problem sehen wir auch an der offiziellen Staatsverschuldung Deutschlands. Sie liegt bei etwas mehr als zwei Billionen Euro, plus oder minus ein paar Milliarden. Um die genaue Zahl angeben zu können, wächst sie zu schnell.
Klingt erstmal beängstigend. Dass aber das private Geldvermögen in Deutschland (Grundstücke und Sachvermögen sind hier explizit nicht mit einberechnet) derzeit bei ca. 5 Billionen Euro liegt, lässt zumindest die “offizielle” Zahl von 2 Billionen nicht ganz so düster erscheinen.
Und das, obwohl bei dieser Statistik noch nicht einmal berücksichtigt wird, dass die Renten- und Pensionskassen leer sind. Rechnet man aus, welche „Nachhaltigkeitslücke“ (schon wieder dieses Wort!) besteht, welche Vorsorgen also gebildet werden müssten, um die entstehenden Kosten zu decken, so fehlen uns dort etwa fünf Billionen Euro.
Da wir in Deutschland (zumindest in der Theorie) ein umlagefinanziertes Rentensystem haben, ist es natürlich nicht legitim, zukünftige Kosten einfach hochzurechnen und auf die jetzigen Staatsschulden draufzuschlagen. Denn der Kern, die Idee der Umlagefinanzierung ist nunmal, dass im Idealfall eben keine Vorsorgen gebraucht werden. Natürlich haben speziell die Rentenkassen heute noch nicht die Kosten der Wiedervereinigung überwunden und natürlich hat auch die Politik durch z.B. die Riesterrente systematisch daran gearbeitet, das Vertrauen in die Rentenkassen zu untergraben. Aber daraus das grundsätzliche Versagen des umlagefinanzierten Systems zu folgern, ist erstmal kein logisch gültiger Schluß.
Aber aller guten Dinge sind drei: Der demografische Wandel macht dem unbegrenzten Wachstum zumindest in Deutschland ebenfalls einen dicken Strich durch die Rechnung. Durch diesen Wandel arbeiten immer weniger Menschen. Das Verhältnis von Einzahlern der Renten- und Pensionskassen zu den Empfängern verändert sich zu Ungunsten der Zahlenden.
Ah, mein alter Freund, der demographische Wandel. Nur leider ist, wenn man eine gesamtwirtschaftliche Betrachtung macht, weder die absolute Anzahl der arbeitenden Menschen eine relevante Kenngröße, noch ist es das Verhältnis von Renten- und Pensionsempfängern zu den dort Einzahlenden.
Denn die tatsächlich geleistete Arbeit wird nicht weniger, sie ist seit vielen Jahren mehr oder weniger konstant. Und wenn man ganz Deutschland betrachtet, hilft es natürlich nicht, sich nur auf die Rentenkassen und ihre Probleme zu konzentrieren (übrigens sei mir noch der zynische Einwurf erlaubt, dass das sowieso nur temporäre Probleme sind, von denen ich, wenn ich mal mein Rentenalter erreicht habe, eher nicht mehr betroffen sein werde). Denn es sind ja nicht nur die Rentner, die von der “arbeitenden Bevölkerung” bezahlt werden müssen. Was gesamtwirtschaftlich deutlich aussagekräftiger ist, ist die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (von mir aus auch im Verhältnis zu denen, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst finanzieren). Und diese Zahl ist zwar leicht rückläufig, aber nicht so sehr, dass ich empfehlen würde, panisch aus dem Fenster zu springen.
Unbegrenztes Wachstum gibt es nicht. Sich vorzugaukeln, dass Wachstum unendlich lange weitergehen kann, funktioniert auf Dauer einfach nicht.
Ich zitiere @Street_Dogg:
“Uff, natürlich geht Wachstum unbegrenzt. Das erst erstmal nur ne rechnerische Größe und geht so lange, wie noch Nullen da sind.” (Quelle: Internet)
Genau, uff. Jetzt hab ich schon wieder viel zu viel getippt, mit mindestens 50% Blödsinn, Milchmädchenrechnungen und Denkfehlern (erwähnte ich schonmal, dass man bitte den Ratschlägen von ITlern zur Wirtschaft nicht unbedingt vertrauen sollte?).
Jedenfalls, um das zum Schluß des Artikels nochmal klar zu sagen: In der Grundaussage stimme ich dem Artikel durchaus zu.
Inkrementeller Tätigkeitsbericht (was: Meine Piratenwoche)
Da ich in letzter Zeit offensichtlich nicht so sehr dazugekommen bin, den wöchentlichen Rhythmus einzuhalten (Duh!), kommt jetzt ein unsortierter Batzen in Kurzform aus dem Gedächtnis.
ACTA
Die beiden Großdemonstrationen gegen ACTA sind auch nicht spurlos an uns vorbeigegangen. Nachdem wir bei der ersten Runde in Stuttgart mit dabei waren (und ich einer von 10 Ordnern auf geschätzt 7500-10000 Demonstranten war), wurden wir dann zum zweiten Termin fast schon genötigt, selbst eine Demo in Heilbronn zu organisieren.
Mit im Endeffekt ca. 200 Teilnehmern war diese natürlich deutlich kleiner. Im Vorfeld gabs da natürlich einiges zu planen, hauptsächlich Marlon hat hier tatkräftig mitgeholfen.
Gefreut hat mich, dass wir hier trotz der extrem kurzen Planungsphase doch noch ein überparteiliches Bündnis mit der Grünen Jugend, den Jungen Liberalen und der LINKEN hinbekommen haben.
Heilbronn-Flyer
Wie immer, wenn man gegenüber dem Alexplus erwähnt, selbst einen Flyer zusammenbasteln zu wollen, dauert es nicht lange, bis man ein professionell aussehendes druckfertiges PDF von ihm bekommt
Die Textvorlage kam aus Stuttgart, wir haben das leicht angepasst und Alex hat das dann zu einem schönen Flyer verarbeitet.
Medienarbeit
Ein Redakteur des Hanix-Magazins (ein Magazin, was nur online erscheint) hat uns beim Heilbronner Piratentreff besucht und in diesem Rahmen ein Interview mit mir geführt. Das Ergebnis ist in Ausgabe #5 (Februar 2012) ab Seite 80 zu begutachten. Leider ist mir keine Möglichkeit bekannt, direkt auf die Seite zu verlinken.
Landesparteitag
Zu dritt sind wir nach Heidenheim gefahren, haben den Landesparteitag besucht, einen neuen Landesvorstand gewählt und für ein neues Gate gesorgt (bemerkenswert ist, dass die Anzahl der Skandälchen rund um die Piraten seitdem zumindest gefühlt deutlich gesunken ist).
Bürgerportal
Auch wenn es ruhig war, kann ich vage Andeutungen machen, dass da im Hintergrund gerade einiges passiert. Es ist die Zeit gekommen, hier weiterzupowern. Das Projekt ist zu wichtig, um es einschlafen zu lassen, bevor es überhaupt losgegangen ist.
Völkerverständigung (II)
elzoido auf Reisen. Nachdem ich letztes Jahr den Wiener Stammtisch besucht habe, hab ich jetzt in Zürich nachgezogen. War ein sehr schöner Abend mit netten Diskussionen – und man hat sich sogar angestrengt so zu sprechen, dass ich es verstehen kann
Sonstiges
Piratentreffvor- und -nachbereitung, Mitglieds- Beitragsminderungs- und sonstige Anträge bearbeiten, Vorstandsticketsystem pflegen, Wiki gärtnern, hier eine Kleinigkeit, da eine Kleinigkeit.
Meine Piratenwoche KW43/2011 und KW44/2011
Vorstandstreffen
Am 29.10. haben sich die Vorstandsmitglieder des KV HN getroffen. Die Protokolle hinken noch ein wenig hinterher, aber es wurde bei dem Treffen auch nix großartiges beschlossen. Ach ja, wie beinahe schon üblich ein dickes Lob an den Alexplus, der uns sehr sehr schicke Visitenkarten gebastelt hat.
Piratentreffs
Am 31.10. war ich in Schwäbisch Hall auf dem Stammtisch und am 1.11. dann in Heilbronn beim “Stamm”stammtisch. Bei beiden Gelegenheiten ist leider so einiges Besprechenswertes aus Zeitgründen unerwähnt geblieben. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Im Großen und Ganzen waren es dann doch zwei sehr produktive Abende.
Öffentlichkeitsarbeit
Am 4.11. hat attac Heilbronn zusammen mit den Frauenräumen den Flim “The Social Network” gezeigt. Mein perfider Plan war ja ursprünglich, mir die Tonspur im Original auf Kopfhörer zu legen, um so die doitsche Synchro nicht ertragen zu müssen. Nur leider hat mir da der PAL-Speedup einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Nichtsdestotrotz hat sich nach dem Film noch eine Diskussion ergeben, bei der ich als sich auskennender Pirat ein wenig den Erklärbär spielen durfte. Besonders bemerkenswert waren da ja teilweise recht seltsame Meinungen von Anwesenden, nämlich zum Beispiel dass Freundschaften übers Internet grundsätzlich niemals nicht möglich seien, weil man sich ja nicht riechen kann. Oder so.